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 Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße,

um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit

werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben

im Hause des Herrn immerdar.

Psalm 23, ein Psalm Davids.

Vorgelesen von Sebastian.

 

Hast du dich schon mal gefragt, ob Gott für jedes Leben, d.h. für jedes einzelne Individuum mit seiner ganz persönlichen Biographie, einen besonderen Plan hat. Oder gibt es da nicht auch ein paar Biographien, die vor allem durch ihre Unsichtbarkeit und Gewöhnlichkeit auffallen, und nicht durch eifrigen Tatendrang und großartige Ergebnisse. Es kann doch nicht hinter jedem Leben ein größerer Plan verborgen liegen, der dieses Leben insgeheim dirigiert und motiviert. Manche Leben existieren doch bestimmt einfach nur so in der Komfortzone der gesellschaftlichen Masse, ohne jemals wirklich gesehen und bemerkt zu werden, versteckt durch all die Ausreden, dass man doch nur ein kleines, unbedeutendes Lichtlein unter vielen sei, die heller strahlen. Oder ist es vielleicht anders?

Im Jahr 1505 leistete ein junger Mann, dessen Vater eigentlich von ihm erwartete Jura zu studieren, ein Gelübde um Mönch zu werden. Zu Tode geängstigt von einem umherwütenden Gewitter übergab er sein Leben in Gottes Hände, wenn dieser ihn nur beschützen möge, so heißt es. Dieser junge Mann hieß Martin Luther und dieses Jahr feiern wir das große Jubiläum der auf ihn begründeten Reformation der Kirche, denn am 31. Oktober 1517 soll er seine berühmten 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Kirche geschlagen haben. Reformation, das bedeutet Umgestaltung oder Erneuerung, weil Luther die Kirche des 16. Jahrhunderts vollkommen hinterfragte und schließlich revolutionierte, wodurch sich erstmals protestantische Kirchen formierten. Während des Lesens des Römerbriefs kam Luther die Erkenntnis, dass der Mensch vor Gott nicht gerecht werden konnte, indem er einen sogenannten Ablassbrief von der Kirche erwarb (denn das war die damalige Praxis), sondern schlicht durch Glaube, wie es im Römerbrief heißt. Der Weg zum Himmel führt nicht über ein käuflich erworbenes Stück Papier, nicht einmal dann, wenn eine heilige Institution dies verkündet; der Weg in den Himmel basiert im Kern auf Glauben. Und Buße ist nicht an einzelne Leistungen gebunden, sondern an eine innerliche Haltung.

Luthers Erkenntnis mag für uns heute wenig spektakulär klingen, zu seiner Zeit jedoch, war sie ein hochexplosives Pulverfass, da er mit seiner Meinung vollkommen allein da stand, während ihm gegenüber der wohl mächtigste Gegner der damaligen Zeit stand: die Kirche. Das Besondere an der Person Luther ist, dass er als Einzelperson gegen ein Kollektiv operierte. Doch er ließ sich nicht von der Bedrohlichkeit und Mächtigkeit der Kirche einschüchtern, sondern er stand für seine Meinung ein. Durch seine Beharrlichkeit geriet der Stein ins Rollen, den wir im Rückblick als Reformation bezeichnen. Wenn wir dieses Jahr das 500-jährige Jubiläum der Reformation feiern, dann klingt das, als würden wir eine Bewegung feiern, eine große Gruppe gleichgesinnter Personen, die gemeinsam für ein höheres Ziel kämpften, wie bei der Französischen Revolution zum Beispiel. Aber eigentlich ist das anders. Eigentlich geht die Reformation im Kern allein auf Luther zurück, der den persönlichen Glauben eine höhere Priorität gegenüber dem Ablasshandel der katholischen Kirche einräumte.

Und damit sind wir wieder am Anfang dieser Geschichte, im Jahr 1505, als der junge Luther, der eigentlich Jura studieren sollte, voller Angst aufgrund der draußen tobenden Natur, seinen Glauben zu Gott bezeugte. Das Jahr 1517 mag das Schlüsseljahr der Lutherischen Reformation sein, aber was ist mit diesem Jahr zuvor? Dem Jahr 1505? Luther wusste nicht, was aus ihm werden würde, ob er ein guter Mensch werden würde, ein frommer Mönch, ob er jemals etwas Großes erreichen würde, geschweige denn, dass er eine reformatorische Bewegung einleiten würde. Er wusste nicht einmal, ob er diese eine Nacht überleben würde, so verheerend tobte das Unwetter vor seiner Tür. Doch Luther traf eine Entscheidung für Gott. Und indem er diese Entscheidung traf, wurde sein Einzelschicksal Bestandteil eines größeren Plans. In diesem Punkt unterscheidet sich das Leben des „großen“ Luthers nicht von unseren „kleinen“ Leben, die wir in der Behaglichkeit der Gewöhnlichkeit und Alltäglichkeit vollbringen. Wenn wir uns selbst als zu gewöhnlich oder als nicht gut genug bezeichnen, um von Gott mit einem Plan bedacht zu werden, dann reduzieren wir nicht nur uns selbst, sondern diesen Gott gleich mit. Luther wusste nicht, welche Konsequenzen seine Entscheidung mit sich bringt, doch er glaubte. Wir können ebenso wenig wissen, welche Folgen unser Glaube bringt, aber wir wissen, dass wir dadurch ganz gewiss Teil eines Plans sind. Vielleicht ist dieser Plan, der unserem Leben zugrunde liegt, nicht so gigantisch, dass man ihn noch 500 Jahre später gedenken wird, aber er ist dennoch gigantisch in Gottes Plan, denn in diesem ist er Teil eines größeren Ganzen. Wir müssen keine Kirche reformieren, aber vielleicht reformieren wir mit unserer Entscheidung für Gott etwas ganz anderes, das am Ende genau so bedeutend ist, denn hinter jedem Leben steckt ein großer Plan.

Mike

Was ist dein Senfkorn-Gebet?

Was das ist? Das habe ich mich auch erst gefragt als ich das erste mal davon gehört habe.

Letzte Woche kam eine Frau zu uns in den Unterricht, die uns von dem Start der Frauenfrühstücks-Treffen in Deutschland erzählt hat. Sie erzählte uns von den ersten Schritten, den ersten Herausforderungen und den größten Erlebnissen mit Gott. Sie legte jedem von uns einen Zettel auf den Tisch auf dem eine Frage stand: Was ist dein Senfkorn-Gebet? Ich musste länger darüber nachdenken, dann erklärte sie uns was sie damit meint. Was ist dein Herzenswunsch oder deine Leidenschaft? Was lässt dein Herz bluten? In welchem Bereich arbeitest du sehr gerne oder welchen großen Wunsch hast du auf dem Herzen?

Gott hat uns Leidenschaften geschenkt. Und er hat uns Fähigkeiten gegeben. Vielleicht hast ja auch du einen tiefen Wunsch in deinem Herzen. Eine Vision von etwas großem was du gerne für Gott tun würdest. Oder etwas was dein Herz bluten lässt, eine Veränderung die du dir in deiner Umgebung wünschst.

Ich möchte dich dazu ermutigen es zu deinem Senfkorn-Gebet zu machen. Schreibe es auf einen Zettel und bete jeden Tag dafür. Bete dafür, dass Gott dir zeigt ob und wie du diesen Weg gehen sollst. Wo du anfangen kannst, und dass er dir offene Augen schenkt um kleine Möglichkeiten zu erkennen und anzugehen. Und dann guck was Gott daraus machen wird. Ein Senfkorn ist so ein winziges Korn, und doch wird daraus so ein großer Baum. Hab Glauben wie ein Senfkorn und bete dafür.

Und dann macht Gott den Rest!

Hallo liebe Generation Zukunft!

Wie der der Titel es schon sagt, geht es hier um die Jugendliste. Wir als Leitungsteam würden uns darüber freuen, wenn ihr das Formular ausfüllt und abschickt. Selbstverständlich werden diese Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weiter gegeben. Es dient lediglich dazu, einen Überblick über unsere Jugendgruppe zu haben.

Falls du Fragen zu dem Thema hast, kannst du dich gerne an Waldemar wenden.

 

LG

Euer Leitungsteam

 

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Ich: Gott, kann ich dir mal eine Frage stellen?
Gott: Sicher.
Versprichst du mir, dass du nicht sauer wirst?
Ich verspreche es.
Warum hast du mich heute so oft enttäuscht?
Was genau meinst du?
Nun, ich bin zu spät aufgewacht!
Ja.
Mein Auto ist andauernd nicht gestartet.
Okay.
Mittags machten sie mein Sandwich falsch und ich musste auf das zweite Sandwich warten – ich hasse es, zu warten.
Hmm.
Als ich auf dem Weg nach Hause war, ging mein Handy kaputt, genau zu dem Zeitpunkt, als ich gerade einen Anruf bekam.
Alles klar.
Und zu allem kam noch dazu, dass ich nach Hause kam, und mein neues Fußmassagegerät ausprobieren wollte, um zu genießen und zu entspannen, aber es funktionierte einfach nicht!
Nichts ging heute richtig und gut! Warum hast Du das zugelassen?

Gott: Lass mich mal sehen…
Der Todesengel war heute Morgen an deinem Bett und ich habe meinen Engel zu dir gesandt, dass er für dein Leben kämpft und ließ dich währenddessen schlafen.
Ich (demütig): Oh!
Dann habe ich zugelassen, dass dein Wagen nicht gestartet ist, weil ein betrunkener Autofahrer genau auf deiner Strecke unterwegs war und du ihm dann nicht begegnet bist, weil du später gefahren bist.
(schämte mich)
Die erste Person, die Ihr Sandwich heute gemacht hat, war krank und ich wollte nicht, dass du die Krankheit bekommst, die sie hatte. Ich wusste, du kannst es dir nicht leisten, krank zu werden und nicht zur Arbeit zu kommen.
(verlegen): Okay
Das Telefon war kaputt, weil die Person, die dich anrief, ein falsches Zeugnis abgeben würde über das, was du gesagt hättest. Und ich wollte einfach nicht, dass man deine Aussagen verfälscht. So habe ich erst gar nicht das Gespräch zustande kommen lassen.
(leise): Ich sehe, Gott.
Oh, und das Fußmassagegerät hatte einen technischen Fehler und hätte alle Sicherungen im Haus durchbrennen lassen. Ich dachte, du wolltest lieber nicht den ganzen Abend im Dunkeln sitzen.
Ich: Es tut mir Leid, Gott.
Es muss dir nicht leid tun – du musst nur lernen, mir zu vertrauen…in allen Dingen, ob sie nun gut laufen oder schlecht.
Ich werde dir vertrauen.
Und zweifle nicht, dass mein Plan für den Tag immer besser ist als dein Plan.
Ich will nicht zweifeln, Gott. Und lass mich noch sagen, Gott: Danke für alles heute!
Du bist willkommen, mein Kind. Es war nur ein weiterer Tag, dass ich dein Gott bin – und ich liebe es, nach meinen Kindern zu schauen!
(Verfasser unbekannt)
Ich glaube das passiert bei uns Christen immer wieder. Irgendetwas läuft nicht so wie wir es wollen und wir beschweren uns deswegen bei Gott. Wie oft fragen wir uns warum das so passiert ist. Ich denke der ein oder andere macht das schon manchmal. Aber einige machen das vielleicht gar nicht oder viel zu selten. Das Beispiel oben finde ich ziemlich gut, den oft steckt wahrscheinlich mehr dahinter als wir sehen können. Ich habe mal noch ein anderes Beispiel gehört: Wenn du in einem Brunnen sitzt, siehst du nur das kleine Stückchen Himmel über dir, aber Gott sieht das große ganze. Und es ist wirklich so. Gott hat alles im Blick und wir müssen lernen ihm zu vertrauen. Vielleicht hattest du genau heute einen schlechten Tag mit ein paar Situationen, die in deinen Augen unnötig erscheinen. Doch nimm dir einfach mal kurz Zeit und danke Gott für diesen Tag. Gott weiß ganz genau warum er etwas zulässt oder eben nicht.

Elisabeth

Ich habe vor kurzem von einer Freundin eine Karte bekommen auf der ein Spruch stand, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.

 

Gibt es Zufälle in deinem Leben?

Ja manches fällt dir zu,

von oben, von mir!

Das passiert nicht einfach so,

das ist ein Teil meines Plans

und Ausdruck meiner Liebe zu dir.

 

Ist das nicht eine völlig neue Sichtweise, den Begriff „Zufall“ zu betrachten?

„Zu“ und „Fall“, es fällt uns also wirklich zu, man kann Zufälle als Gabe Gottes betrachten, egal ob es für uns schlecht oder gut erscheint.

Wichtig ist dabei, dass man das Prinzip der Dankbarkeit einhält, denn sonst erscheinen uns schlechte Zufälle oft als Problem, rufen Unverständnis und Undankbarkeit hervor.

Gute Dinge nehmen wir stattdessen als selbstverständlich hin, betrachten es als selbst erarbeitet und lassen Gott dabei aus dem Spiel.

 

Wie kann man dies ändern oder einen Weg finden, Dankbarkeit zu üben?

In der Familie einer Freundin habe ich eine schöne Tradition beobachtet. Die gesamte Familie klebt immer wieder Post-it’s an den Badezimmerspiegel, auf denen man aufschreibt, wofür man Gott dankt, positive wie auch für negative Dinge. So kann jeder individuell für bestimmte Dinge Dankbarkeit ausüben und wird immer wieder an das Prinzip der Dankbarkeit für positive und negative „Zufälle“. Und das jeden Morgen.

Ich hab mir vorgenommen, es auch auszuprobieren und bin gespannt wie sich meine Sichtweisen auf manche Dinge ändern werden.

Und wie ihr es manchmal im Leben ist, wird aus einem zunächst „schlechten“ Zufall ein Segen für einen selbst und andere.

 

Laura

In unserer Predigtreihe „42 Tage – Leben für meine Freunde“ ging es vor zwei Wochen um das Thema: „Ich verbreite die gute Nachricht von Christus so, wie es mir entspricht.“ Dieses Thema hat mich persönlich besonders in den letzten zwei Wochen begleitet. Der Einstieg zu diesem Thema der Predigtreihe war der Psalm 139 von König David. In diesem Psalm staunt David über die unerschöpfliche und gleichzeitig einzigartige Weise, wie Gott die Welt – und somit das Leben erschafft. Der Vers 14 sticht aus diesem Psalm besonders hervor:

„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und das erkennt meine Seele wohl“.
Gott hat jeden von uns auf seine Art und Weise wunderbar geschaffen und hat uns mit unterschiedlichen Charakteren und Eigenschaften ausgestattet. Wir alle sind individuell begabt und alle Eigenschaften sind unheimlich wertvoll. Jeder von uns hat mindestens eine Eigenschaft oder eine Begabung, mit der er ein Zeugnis für Jesus sein kann. Wir können nicht alle auf die gleiche Art und Weise die Liebe Gottes unseren Mitmenschen nahebringen, aber wir können unseren eigenen Stil entwickeln. Nicht jeder ist beispielsweise dafür gemacht, auf der Straße offen auf fremde Menschen zuzugehen und ihnen von Jesus zu erzählen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig seinen eigenen Weg zu finden, um authentisch, glaubwürdig und vor allem frei zu sein, ohne sich unwohl in seiner Haut fühlen zu müssen.

Es gibt so viele Möglichkeiten ein Zeugnis für Jesus zu sein. Es gibt eine große Palette von Evangelisationsstilen. Sie reicht von konfrontativ, nach dem Motto: „Verkünde den Menschen Gottes Botschaft. Setz dich dafür ein, ob es den Menschen passt oder nicht! Rede ihnen ins Gewissen, weise sie zurecht, und ermutigt sie, wo es nötig ist.“(2.Timotheus 4,2), bis hin zu dem dienenden Stil, in dem eure Mitmenschen euren Glauben und Überzeugung, durch die Nutzung eurer eigenen Fähigkeiten, eure guten Taten sehen werden. (Matthäus 5, 16) Dazwischen gibt es noch so viele Möglichkeiten, die ihr je nach eurer Persönlichkeit nutzen könnt. Wir sind alle verschieden und deshalb gibt es auch unzählig verschiedene Wege.
Es lohnt sich wirklich sich einmal mit seiner eigenen Persönlichkeit zu beschäftigen. So wird es viel einfacher seinen eigenen Stil für sich zu erkennen. Du kannst dir beispielsweise folgende Fragen stellen: Wie trete ich nach außen hin auf? Welche Charaktermerkmale besitze ich? (z.B. bestimmt, analytisch, kommunikativ, einfühlsam, gesellig, selbstlos etc.). Habe ich besondere Fähigkeiten, die ich einbringen könnte?. Vielleicht fragst du Menschen aus deinem näheren Umfeld, wie sie dich wahrnehmen oder probierst Verschiedenes aus, wenn du dir selber nicht sicher bist.
Manchmal können wir die einzigen Menschen sein, die mit unseren Fähigkeiten oder Charaktereigenschaften in das Leben von bestimmten Menschen treten und ihnen die gute Nachricht weitergeben können. Glaubwürdigkeit ist auf jeden Fall das wichtigste, deswegen solltest Du du selbst sein und deinen eigenen Stil finden, um die maximale geistliche Wirkung zu erfahren.

Diese Werbung spiegelt sehr gut wieder, was für unsere heutige Gesellschaft normal ist. Wir leben in einem Zeitalter, wo vieles „normal“ ist.

Ich würde die Abschlussfrage vom Werbespot „Warum sollte es dann nicht normal sein online über Geld zu sprechen….“ etwas abändern und fragen „Warum sollte es nicht normal sein in der Schule, Uni, Arbeit über Jesus zu sprechen?“.

Nein, normal ist es nicht. Es ist normal in der Kirche, im Hauskreis oder bei einer anderen geistlichen Veranstaltung über Jesus zu sprechen, doch darüber hinaus…schwierig, selbst nach einer Jugendstunde. Man hat sich ja die Predigt angehört und nun will ich einen entspannten Abend haben. Es gibt schließlich genügend anderen Gesprächsstoff, den meine Freunde noch nicht kennen – was mir letzte Woche alles passiert ist, neusten YouTube Videos, letzten Bundesliga Ergebnisse, neusten Berichte über Personen, endlos viel privaten Kram und wenn es wirklich eng wird mit Gesprächsstoff à Zeit damit verbringen um über die Abendplanung nachzudenken.

Gerade durch diese Predigtreihe ist mir bewusst geworden, dass Jesus nur ein Teil meines Lebens ausmacht und nicht mein Leben ist. Was würde ich in meinem Leben verlieren, wenn es für mich normal wäre über Jesus zu sprechen? Verliere ich Freunde? Verliere ich Ansehen? Stehe ich als Idiot da? Gelte ich dann als „party pooper“, wenn ich meine Stille-Zeit-Gedanken außerhalb von Jugend und Hauskreis erwähne? Schließlich ist es ja „Stille Zeit“.

Wie würde sich mein Leben und das Leben in meinem Umfeld ändern, wenn Jesus normal für meinen Alltag wird? WWJD – Was würde Jesus tun? Was in meinem Herzen ist, bestimmt mein Reden (Lukas 6,45).

Normal über Jesus zu sprechen…natürlich, authentisch, frei. Ihn zu meinem Leben machen. Jesus nicht in bestimmte Zeiten oder Orte zu packen (Gottesdienst, Hauskreis, Jugendstunde), sondern immer bereit sein, über ihn zu reden.

Wie gut kennt Gott dich?

Ich denke jeder wird bei dieser Frage klar antworten: „Gott kennt mich besser als jeder andere“, frei nach Psalm 139.

Aber in einem gewissen Punkt bin ich da nicht ganz einverstanden.
Gott kennt jeden Menschen bis ins kleinste Detail und auch unsere Gedanken. Aber ich meine mit dem Kennen etwas Anderes.

Gott ist ganz klar auf die Beziehung zu den Menschen aus. Er will uns nicht einfach nur kennen wie er uns geschaffen hat und was uns auf dem Herzen liegt. Er will uns kennen wie in einer innigen Beziehung – ganz intim und ganz persönlich.

Und genau da ist mir da Gebet in letzter Zeit wieder besonders wichtig geworden.
Wenn ich in Gottes Wort lese und es studiere oder ich in die Kirche gehe und den Predigten zuhöre kann ich Gott kennenlernen, wie Er ist. Ich kann erkennen was Gottes Willen ist und diesen sogar tun. Aber wie genau soll Gott mich kennenlernen, wenn nur ich ihm zuhöre aber ich von meiner Seite aus nicht hören lasse?

Und genau da möchte ich an das Stichwort Beziehung anknüpfen. Wie pflegen wir zwischenmenschliche Beziehungen? Wer kann sich vorstellen eine Ehe vernünftig zu führen, indem er nicht mit dem Partner nicht kommuniziert oder sich nur so zwischendurch mal per Whatsapp meldet? Aber machen wir nicht genau das mit Gott? Wie viel Zeit investierst du ins Gebet? Mal so zwischendurch ein Stoßgebet hier und da, oder ganz wichtig: vor dem Essen muss gebetet werden. Nimmst du dir täglich bewusst Zeit um mit Gott zu reden? Nimmst du dir auch nur eine halbe Stunde pro Tag Zeit um mit Gott zu reden? Ist diese Zeit wirklich reserviert für Ihn? Ich glaube das eine richtige persönliche Beziehung genau von solch qualitativ hochwertigen Zeiten lebt, in denen es um nichts Anderes geht um die, die diese Beziehung pflegen.

Ich möchte euch nicht ins Gewissen reden, sondern es ist mir aufgefallen, dass ich Gott gegenüber viel zu lang geschwiegen habe.

Gottes Segen euch im Nachdenken.