Jeder von uns hat etwas im Leben, was einem wichtig ist. Beim Einen sind es materielle Dinge, wie Geld, Klamotten, Handy, Schmuck, Auto. Beim Anderen sind es andere Dinge, wie Aussehen, Einfluss, Freunde. Aber vielleicht auch Dinge, wie Freundschaften, Ehrlichkeit oder Treue. Diese Dinge sind uns wichtig. Wir schenken ihnen besondere Aufmerksamkeit und Zeit.

Wir achten darauf, dass sie nicht kaputt gehen und pflegen sie. Warum machen wir das? – Weil sie uns viel bedeuten oder sie teuer waren. Die nicht so teuer waren oder uns nicht so viel bedeuten, denen schenken wir nicht so viel Vorsicht und Aufmerksamkeit.Continue reading

Hallo liebe Jugend,

 

nachflogend findet ihr die Umfrage, ob ihr Erik Hermann als neues Mitglied des Jugendleitungsteams wollt.

Diese Umfrage wurde bei der letzten „Jugend Intern“ Versammlung bereits angekündigt.

Um an der Umfrage teilnehmen zu können müsst ihr auf die Überschrift des Beitrags klicken.

 

Wahl des Jugendleitungsmitglieds

Gibt es wirklich eine Stelle in der Bibel, die verboten ist? Ist diese dann überhaupt noch in der Bibel zu finden oder vielleicht sogar zensiert? Oder liegt einfach eine Schweigepflicht auf dieser Stelle, sodass wir oder unsere Pastoren nicht über diese reden dürfen?

Nein. – Es gibt keine Stelle in der Bibel die verboten ist. Aber natürlich ist das nicht, denn es gab mal eine Stelle, wo der Staat es verboten hat über diese zu predigen.

Und über diese „verbotene“ Stelle möchte ich heute einen kleinen Beitrag schreiben. Es ist nämlich außerordentlich interessant, wenn der Staat sich durch eine Stelle in der Bibel soweit bedroht fühlt und der Stelle so viel Gewicht gibt, dass er es verbietet darüber zu predigen.

Doch die meisten werden die kleine Geschichte, die nur sieben Verse umfasst nicht mal kennen. Es geht um die Bäume, die einen König suchen. Wer erinnert sich das in der Bibel gelesen zu haben? Und wieso kennen wir die Stelle nicht, wenn der Staat so interessiert daran ist?

Die Fabel steht in Richter 9, 8-15 und unter Kaiser Wilhelm II. war es verboten darüber zu predigen.

 

8 Einst gingen die Bäume hin, einen König über sich zu salben; und sie sprachen zum Olivenbaum: Sei König über uns! 9 Und der Olivenbaum sprach zu ihnen: Sollte ich meine Fettigkeit aufgeben, die Götter und Menschen an mir preisen, und sollte hingehen, um über den Bäumen zu schweben?

10 Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du, sei König über uns! 11 Und der Feigenbaum sprach zu ihnen: Sollte ich meine Süßigkeit aufgeben und meine gute Frucht, und sollte hingehen, um über den Bäumen zu schweben?

12 Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du, sei König über uns! 13 Und der Weinstock sprach zu ihnen: Sollte ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut, und sollte hingehen, um über den Bäumen zu schweben?

14 Da sprachen alle Bäume zum Dornstrauch: Komm du, sei König über uns! 15 Und der Dornstrauch sprach zu den Bäumen: Wenn ihr mich in Wahrheit zum König über euch salben wollt, so kommt, sucht Zuflucht in meinem Schatten; wenn aber nicht, so soll Feuer von dem Dornstrauch ausgehen und die Zedern des Libanon verzehren.

 

Die Fabel steht aber nicht einfach unzusammenhängend in der Bibel, sie wird uns erzählt, nachdem Abimelech durch einen riesen Familienmord zum Alleinherrscher über Sichem gemacht hatte. Das ist auch wahrscheinlich der Grund weshalb sich Kaiser Wilhelm II. durch diese Stelle in gewisser Maßen bedroht gefühlt hat. – Denn was soll der Kaiser machen, wenn seine Herrschaft mit dem Wort Gottes angegriffen wird?

Aber ich denke hinter dem Text steht noch einiges mehr, als dass eine Monarchie kritisch zu betrachten ist.

Was ist mit dem Ölbaum, dem Feigenbaum und dem Weinstock? –  Haben sie alles richtig gemacht? bzw. liegt die Schuld, dass der Dornenstrauch König wurde nur beim „Volk“?

Ich denke, dass die drei guten Bäume, die gute Frucht bringen auch Mitschuld haben. – Sie hätten Verantwortung übernehmen sollen, dann wäre es gar nicht er soweit gekommen.

Was heißt das nun für uns? Ist es gut, wenn wir Verantwortung von uns schieben? Ohne Verantwortung geht’s doch leichter… Und ich bringe ja weiter gute Frucht…

Es ist blöd verantwortlich zu sein. Man kann nicht einfach so absagen, man ist gebunden. Wenn was schief geht muss man den Kopf hinhalten. Und am Ende steht man noch alleine vor den Aufgaben, weil keiner Lust hat mitverantwortlich zu sein.

Dennoch lernen wir aus der Fabel, dass es wichtig ist Verantwortung zu übernehmen. Es ist gut, wenn wir Verantwortung die wir auferlegt bekommen haben nicht aus dem Weg gehen, sondern uns ihr stellen. Und dass ist etwas, was wir als Jugendliche besonders lernen müssen. Es ist die Phase in der wir meist noch nicht viel Verantwortung tragen müssen, aber es ist umso wichtiger zu lernen damit umzugehen.