Was qualifiziert dich ein Teil der Generation Zukunft zu sein?

Egal ob frisch dabei oder alter Schwede, Andre nahm dich mit auf seine Fähre. Egal ob Berge oder Meere, durch nichts bekam die Stimmung eine Kerbe. Tag und Nacht aktiv, solang‘ der Kaffee lief.

Wir wurden ausgeladen in Sunnerbogarden. 16 Stunden waren vorübergegangen und gute Stimmung immer noch vorhanden. Betten bezogen und eingeschifft, um zu hören wie Gottes Wort dich trifft.

Spott oder Glaube,

drinnen oder draußen,

Vertrauen oder Zweifel?

Hatte Noah ein Brett vorm Kopf oder echten Glauben?

Was qualifiziert dich zu glauben; Gottes Zusagen würden gerade dich in die Arche schrauben.

Erzähl es deinen Freunden auch wenn sie davor weglaufen, bevor Sie in Unglauben ersaufen.

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Mach‘s nicht wie Gideon am Anfang und verstecke dich in der Kelter, das macht dein Herz immer Kälter und die Wunder Gottes in Erzählungen immer älter. Höre nicht auf die Stimmen der Angst die dein Selbstbild zerstören. Höre auf die Stimme des Herrn und du kannst zu seinen Kindern gehören.

Was qualifiziert dich ein Held zu sein?

Zuspruch vor Anspruch.

Annahme vor Anforderung.

Willst du wissen wer du bist? Glaub der Verheißung.

Geliebte, Reine,

Starker Heiliger,

Siegerin, gerechte Dienerin.

Qualifiziert für die Sache Gottes einzustehen, zusammen mit dem Volk Gottes loszugehen. Was dich hindert? Der Status quo. Verstopfter Abfluss durch Sünde und Co.

Ermutigt vom Zuspruch, doch es kam viel zu schnell Jericho.

Mauern fest und unüberwindbar. Tagelanges rummarschieren und doch unüberwindbar.

Wo sind die Tore die uns in die Stadt rein lassen? Hat Gott uns etwa verlassen?

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Stehn‘ oder gehen.

Warten oder wandern.

Ich frage mich: wenn Gott nicht jetzt eingreift, wann dann?? Es ist sein Wille er muss was tun, bis dahin werde ich ruhn‘. Wenn du so denkst hast du dich vertan.

Mach es lieber wie Jonathan und geh voran. Sei kein Granatapfelchrist, der nur wartet und sich mit theologischem Wissen vollfrisst. Noch eine Predigt, noch ein Event. Man merkt gar nicht wie die Zeit verrennt. Man nimmt sich immer vor loszugehen und bleibt doch nur vor Jericho stehen.

Schweigen, kein murren.

Im Kreis gehen, täglich dasselbe.

Ermutigung statt Entmutigung.

Hörner werden erschallen und du siehst endlich die Mauern fallen.

Wie das passiert? Durch Treue und Loyalität. Gottes Wort ist wie ein Waffenträger der hinter dir steht. Wer sind deine Philister die in deinem Leben; die sich zusammenrotten und dich von oben her verspotten? Sei mutig und handle, das ist ermutigend für andere. Das ist auf Dauer schwer, ein neuer Lebensstil muss her.

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Leistung hin oder her. Nichts qualifiziert dich mehr als Gottes Gnade so weit wie ein Meer.

Bundesübertretung Ehebruch und Fremdgehen,

dies alles geschieht wenn, wir aus Gottes Nähe gehen.

Und uns selbst nicht mehr verstehen. Und nicht sehen, dass doch alle Dinge, die wir brauchen von ihm ausgehen.

Und merken nicht mehr wie wir uns selber mit unserem Verhalten selber verfluchen. Doch er wird immer weiter nach uns suchen. SO ist unser Gott, Damals und heute, der Auftrag ist klar: Das Evangelium für alle Leute. Sei du dabei, wenn Gott auftrumpft, mit seiner Generation Zukunft.

Old but Gold.

 

By Laura und Raffael – Jugendfreizeit 2017

‚Ich bin eine/r von vielen.‘ Das denken viele Menschen. Und das stimmt auch. Doch dadurch fühlen sich einige Menschen, als etwas nicht besonderes. Sie sehen die anderen Menschen um sich herum und oft fängt man an sich zu vergleichen. Man vergleicht seine Talente und Gaben, sein Aussehen, seinen Besitz und vieles mehr. Wir fühlen uns nicht einzigartig, aber genau das sind wir doch. Wenn wir genauer hinsehen, hat jeder Unterschiede. Selbst Eineiigezwillinge haben verschiedene Fingerabdrücke und erst recht verschiedene Fähigkeiten. Und auch alles andere an einem Menschen ist nie genau identisch, wie mit einem anderen Mitmenschen. Gott hat jeden von uns Einzigartig geschaffen. Er hat in jedem von uns viele verschiedene Gaben und Talente reingelegt (Röm.12,6). Und aus diesen finden wir unsere Berufung auf dieser Welt. Viele wissen nicht, was ihre Berufung ist. Und dadurch das wir sehen, was ein anderer Mensch alles kann und wir uns vergleichen, können wir unmotiviert werden unseren Weg zu gehen und nach unserer Berufung zu suchen. Doch genau in diesen Tiefpunkten, können wir uns daran erinnern, dass es da einen Gott gibt der uns Einzigartig gemacht hat und der uns so sehr liebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit wir gerettet werden und mit ihm leben können (Joh.3,16). Gott liebt uns so unglaublich stark, denn er selbst ist die Liebe!

 

Gott ist Liebe; und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

1.Joh.4,16b (Hfa) weiterlesen

Letzten Freitag wurden die „Teens“ beziehungsweise die Neu-Jugendlichen in unsere Jugend aufgenommen. Natürlich geht das nicht einfach so, denn vorher muss unter Beweis gestellt werden, ob sie dafür überhaupt taugen. Während die Aufgaben von der Moderation eines Schminktutorials über das Austrinken eines überaus leckeren, selbstgemixten Getränks variierten, mussten andere auf Bobbycars durch den Keller unserer Gemeinde rasen und auch hier demonstrieren, dass ihnen keine Anstrengung zu groß ist. Dass ungeahntes Potential in einigen unserer „Neuen“ schlummert, haben wir unter anderem auf dem Catwalk bestaunen dürfen. Auch gesanglich sind einige unserer Zugänge auf dem Vormarsch und werden auch so unsere Jugend bereichern.

Anschließend hatten wir noch einen wunderschönen Lobpreisteil und einen geistlichen Input von Waldi. Neu war, dass unsere Jugendlichen diesmal alle einen Paten bekommen haben, der für sie um besonderen Segen gebetet hat und auch in der nächsten Zeit Ansprechpartner und Vertrauensperson sein soll.

Anschließend hatten wir noch bei leckerem Grillfleisch, Salaten, Getränken und der obligatorischen Cookie-Nachspeise die Möglichkeit, uns näher kennenzulernen und auszutauschen. Wir hoffen, dass wir gut zusammen wachsen werden und auch auf der Jugendfreizeit eine tolle Zeit verbringen.

 

LG

Laura

Ich traf mich in diese Woche mit einer guten Freundin für eine gemeinsame Stille Zeit. Während wir uns beide draußen im Garten bei Sonnenschein über 2. Korinther 4 Gedanken machten, wies  Gott uns auf Vers11 hin ,der geradezu zugeschnitten für meine momentane Situation war. Unsere Überlegungen möchte ich gerne euch schildern:

 

„Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen…“

 

Das hört sich beim ersten Lesen etwas kompliziert an, aber eigentlich ist dieser Vers gut verständlich, beispielsweise in der Bibelübersetzung Hoffnung für alle:

„Unser Leben lang sind wir um Jesu willen ständig dem Tod ausgeliefert; aber an unserem sterblichen Leib wird auch immer wieder sein Leben sichtbar“.

 

In 2. Korinther 4 spricht der Apostel Paulus über unser zeitliches Leiden auf der Welt und die ewige Herrlichkeit, die auf uns wartet. Aber was sind eigentlich diese Tode, von denen Paulus hier spricht?

Das Leben erfordert zahllose „kleine Tode“ – Gelegenheiten, bei denen wir als Christen die Chance haben, „Nein“ zu unserem Ich und „Ja“ zu Gott zu sagen. Es geht darum, Gott an die Spitze seines Lebens zu stellen, seinen Willen zu suchen und auch wenn es schwer fällt Gottes Entscheidungen für unsere Zukunft zu akzeptieren. Wir haben den heiligen Geist in uns, der uns auf Gott vertrauen lässt, wenn wir ihn nur lassen (vgl. 2. Kor. 4, V.13). Wir müssen unsere eigenen Vorstellungen und Wünsche zurückschrauben und Gott allein die Führung zu überlassen. Das alles ist sehr leicht gesagt, aber in der Umsetzung wirklich schwer und es kostet viel Kraft. Allerdings gibt es einen kleinen Trost: Jesus trug unsere Sorgen, Schwächen und Kummer. Er hat sie bereits bei seinem Tod am Kreuz auf sich genommen. Außerdem war er selber in dem Körper eines Menschen und kennt deshalb die Versuchungen und Schwächen allzu gut, denen wir ausgesetzt sind. Nur in der Gestalt des Menschen konnte Jesus unser Schicksal am eigenen Körper erfahren, unsere Versuchungen verstehen und unser Erlöser werden. Wie hätte er uns retten können, wenn er unsere Leiden nicht selbst kennengelernt hätte?

Jesus war aber nicht nur Mensch, er war zugleich auch immer ein Teil Gottes. Durch den Glauben an ihn werden wir von seinem Licht erhellt, das er uns in unsere Herzen gibt.

  1. Korinther 4, V.8 ff. beschreibt, dass wir einen Schatz in der Form dieses Lichtes haben „obwohl wir nur zerbrechliche Gefäße sind“. Wir sind „zerbrechliche Gefäße“, weil wir trotz unseres Glauben immer wieder Glaubensproben unterzogen werden und manchmal ihnen nicht immer standhalten können. Diese Glaubensproben sind „kleine Tode“, denen wir uns gegenüber sehen.

Aber gerade weil wir Menschen nicht unfehlbar sind, kommt Gottes Kraft und Wirken in uns zur Geltung, wenn wir die Glaubensprobe bestehen und uns ganz auf ihn einlassen. Tagtäglich erfahren wir immer wieder das was Jesus durchmachen musste am eigenen Körper und sehen uns Glaubensproben beispielsweise in Form von Zweifel, Versuchungen, Bitterkeit oder Selbstmitleid gegenüber. Wir können allerdings Gott den höchsten Stellenwert einräumen, versuchen unser altes Ego zurückzuschrauben und Gott um innere Stärke für den Fall einer Glaubensprobe zu bitten. Der erste Schritt ist es erst einmal Gott zu suchen und somit auch seine Gnade.

Gottes Gnade ist alles, was wir brauchen,denn seine Kraft „ist in den Schwachen mächtig“

(2. Kor. 12 V.9).

 

Carolin

Den meisten von euch wird der Name Marie Durand nichts sagen.
Ich kannte die Dame bis vor einigen Wochen auch noch nicht.
Umso besser, dass ich euch jetzt ihre Geschichte erzählen kann:

Marie Durand wurde am 15 Juli 1711 in Südfrankreich geboren.
Ihre Familie gehörte zu den Reformierten in Frankreich, die zu dieser Zeit stark von der katholischen Kirche und dem fränzösichen König verfolgt wurden.

Ihre Mutter starb 1719 im Gefängnis, nachdem sie bei einer heimlichen Versammlung der Reformierten verhaftet und inhaftiert wurde.
Ihr Vater wurde 1729 bei einer Hausdurchsuchung festgenommen und ins Gefängnis gesteckt.
Er kam 1743 nach 14 Jahren Haft frei und starb wenige Jahre später.
Ihr Bruder Pierre war Prediger innerhalb der Reformierten. Er wurde 1732 verraten und hingerichtet.

1730 wurde Marie Durand zusammen mit ihrem Ehemann verhaftet und ins Gefängnis gesteckt.
Zu Beginn ihrer Haft bot man ihr die Freiheit an, wenn sie ihren Bruder verraten würde.
Daraufhin schrieb sie ihm, unter keinen Umständen sein Amt als Prediger aufzugeben.

20 Jahre später wurde ihr Ehemann freigelassen, unter der Bedingung Frankreich für immer zu verlassen.

Marie Durand verbrachte 38 Jahre im Gefängnisturm von Aigues-Mortes.
Dort wurden unter Menschenunwürdigen Zuständen Frauen die den Reformierten angehörten festgehalten und gefoltert bis sie entweder starben oder ihren Glauben verleugneten.
In dieser Zeit ermutigte sie ihre Mitgefangenen, ihren Glauben niemals zu verleugnen und standhaft zu bleiben.
Mit bloßen Fingern ritzte sie das Wort „Resister“ in Stein, welches soviel bedeutet wie „Widerstehe“.

Nach 38 Jahren wurde Marie Durand 1768 freigelassen, und kehrte in ihre Heimat zurück, wo sie 8 Jahre später starb.

Sie blieb ihr ganzes Leben lang Standhaft in ihrem Glauben.
Was ein Vorbild diese Frau für uns alle ist.

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 Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße,

um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit

werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben

im Hause des Herrn immerdar.

Psalm 23, ein Psalm Davids.

Vorgelesen von Sebastian.

 

Hast du dich schon mal gefragt, ob Gott für jedes Leben, d.h. für jedes einzelne Individuum mit seiner ganz persönlichen Biographie, einen besonderen Plan hat. Oder gibt es da nicht auch ein paar Biographien, die vor allem durch ihre Unsichtbarkeit und Gewöhnlichkeit auffallen, und nicht durch eifrigen Tatendrang und großartige Ergebnisse. Es kann doch nicht hinter jedem Leben ein größerer Plan verborgen liegen, der dieses Leben insgeheim dirigiert und motiviert. Manche Leben existieren doch bestimmt einfach nur so in der Komfortzone der gesellschaftlichen Masse, ohne jemals wirklich gesehen und bemerkt zu werden, versteckt durch all die Ausreden, dass man doch nur ein kleines, unbedeutendes Lichtlein unter vielen sei, die heller strahlen. Oder ist es vielleicht anders?

Im Jahr 1505 leistete ein junger Mann, dessen Vater eigentlich von ihm erwartete Jura zu studieren, ein Gelübde um Mönch zu werden. Zu Tode geängstigt von einem umherwütenden Gewitter übergab er sein Leben in Gottes Hände, wenn dieser ihn nur beschützen möge, so heißt es. Dieser junge Mann hieß Martin Luther und dieses Jahr feiern wir das große Jubiläum der auf ihn begründeten Reformation der Kirche, denn am 31. Oktober 1517 soll er seine berühmten 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Kirche geschlagen haben. Reformation, das bedeutet Umgestaltung oder Erneuerung, weil Luther die Kirche des 16. Jahrhunderts vollkommen hinterfragte und schließlich revolutionierte, wodurch sich erstmals protestantische Kirchen formierten. Während des Lesens des Römerbriefs kam Luther die Erkenntnis, dass der Mensch vor Gott nicht gerecht werden konnte, indem er einen sogenannten Ablassbrief von der Kirche erwarb (denn das war die damalige Praxis), sondern schlicht durch Glaube, wie es im Römerbrief heißt. Der Weg zum Himmel führt nicht über ein käuflich erworbenes Stück Papier, nicht einmal dann, wenn eine heilige Institution dies verkündet; der Weg in den Himmel basiert im Kern auf Glauben. Und Buße ist nicht an einzelne Leistungen gebunden, sondern an eine innerliche Haltung.

Luthers Erkenntnis mag für uns heute wenig spektakulär klingen, zu seiner Zeit jedoch, war sie ein hochexplosives Pulverfass, da er mit seiner Meinung vollkommen allein da stand, während ihm gegenüber der wohl mächtigste Gegner der damaligen Zeit stand: die Kirche. Das Besondere an der Person Luther ist, dass er als Einzelperson gegen ein Kollektiv operierte. Doch er ließ sich nicht von der Bedrohlichkeit und Mächtigkeit der Kirche einschüchtern, sondern er stand für seine Meinung ein. Durch seine Beharrlichkeit geriet der Stein ins Rollen, den wir im Rückblick als Reformation bezeichnen. Wenn wir dieses Jahr das 500-jährige Jubiläum der Reformation feiern, dann klingt das, als würden wir eine Bewegung feiern, eine große Gruppe gleichgesinnter Personen, die gemeinsam für ein höheres Ziel kämpften, wie bei der Französischen Revolution zum Beispiel. Aber eigentlich ist das anders. Eigentlich geht die Reformation im Kern allein auf Luther zurück, der den persönlichen Glauben eine höhere Priorität gegenüber dem Ablasshandel der katholischen Kirche einräumte.

Und damit sind wir wieder am Anfang dieser Geschichte, im Jahr 1505, als der junge Luther, der eigentlich Jura studieren sollte, voller Angst aufgrund der draußen tobenden Natur, seinen Glauben zu Gott bezeugte. Das Jahr 1517 mag das Schlüsseljahr der Lutherischen Reformation sein, aber was ist mit diesem Jahr zuvor? Dem Jahr 1505? Luther wusste nicht, was aus ihm werden würde, ob er ein guter Mensch werden würde, ein frommer Mönch, ob er jemals etwas Großes erreichen würde, geschweige denn, dass er eine reformatorische Bewegung einleiten würde. Er wusste nicht einmal, ob er diese eine Nacht überleben würde, so verheerend tobte das Unwetter vor seiner Tür. Doch Luther traf eine Entscheidung für Gott. Und indem er diese Entscheidung traf, wurde sein Einzelschicksal Bestandteil eines größeren Plans. In diesem Punkt unterscheidet sich das Leben des „großen“ Luthers nicht von unseren „kleinen“ Leben, die wir in der Behaglichkeit der Gewöhnlichkeit und Alltäglichkeit vollbringen. Wenn wir uns selbst als zu gewöhnlich oder als nicht gut genug bezeichnen, um von Gott mit einem Plan bedacht zu werden, dann reduzieren wir nicht nur uns selbst, sondern diesen Gott gleich mit. Luther wusste nicht, welche Konsequenzen seine Entscheidung mit sich bringt, doch er glaubte. Wir können ebenso wenig wissen, welche Folgen unser Glaube bringt, aber wir wissen, dass wir dadurch ganz gewiss Teil eines Plans sind. Vielleicht ist dieser Plan, der unserem Leben zugrunde liegt, nicht so gigantisch, dass man ihn noch 500 Jahre später gedenken wird, aber er ist dennoch gigantisch in Gottes Plan, denn in diesem ist er Teil eines größeren Ganzen. Wir müssen keine Kirche reformieren, aber vielleicht reformieren wir mit unserer Entscheidung für Gott etwas ganz anderes, das am Ende genau so bedeutend ist, denn hinter jedem Leben steckt ein großer Plan.

Mike

Was ist dein Senfkorn-Gebet?

Was das ist? Das habe ich mich auch erst gefragt als ich das erste mal davon gehört habe.

Letzte Woche kam eine Frau zu uns in den Unterricht, die uns von dem Start der Frauenfrühstücks-Treffen in Deutschland erzählt hat. Sie erzählte uns von den ersten Schritten, den ersten Herausforderungen und den größten Erlebnissen mit Gott. Sie legte jedem von uns einen Zettel auf den Tisch auf dem eine Frage stand: Was ist dein Senfkorn-Gebet? Ich musste länger darüber nachdenken, dann erklärte sie uns was sie damit meint. Was ist dein Herzenswunsch oder deine Leidenschaft? Was lässt dein Herz bluten? In welchem Bereich arbeitest du sehr gerne oder welchen großen Wunsch hast du auf dem Herzen?

Gott hat uns Leidenschaften geschenkt. Und er hat uns Fähigkeiten gegeben. Vielleicht hast ja auch du einen tiefen Wunsch in deinem Herzen. Eine Vision von etwas großem was du gerne für Gott tun würdest. Oder etwas was dein Herz bluten lässt, eine Veränderung die du dir in deiner Umgebung wünschst.

Ich möchte dich dazu ermutigen es zu deinem Senfkorn-Gebet zu machen. Schreibe es auf einen Zettel und bete jeden Tag dafür. Bete dafür, dass Gott dir zeigt ob und wie du diesen Weg gehen sollst. Wo du anfangen kannst, und dass er dir offene Augen schenkt um kleine Möglichkeiten zu erkennen und anzugehen. Und dann guck was Gott daraus machen wird. Ein Senfkorn ist so ein winziges Korn, und doch wird daraus so ein großer Baum. Hab Glauben wie ein Senfkorn und bete dafür.

Und dann macht Gott den Rest!

Ich: Gott, kann ich dir mal eine Frage stellen?
Gott: Sicher.
Versprichst du mir, dass du nicht sauer wirst?
Ich verspreche es.
Warum hast du mich heute so oft enttäuscht?
Was genau meinst du?
Nun, ich bin zu spät aufgewacht!
Ja.
Mein Auto ist andauernd nicht gestartet.
Okay.
Mittags machten sie mein Sandwich falsch und ich musste auf das zweite Sandwich warten – ich hasse es, zu warten.
Hmm.
Als ich auf dem Weg nach Hause war, ging mein Handy kaputt, genau zu dem Zeitpunkt, als ich gerade einen Anruf bekam.
Alles klar.
Und zu allem kam noch dazu, dass ich nach Hause kam, und mein neues Fußmassagegerät ausprobieren wollte, um zu genießen und zu entspannen, aber es funktionierte einfach nicht!
Nichts ging heute richtig und gut! Warum hast Du das zugelassen?

Gott: Lass mich mal sehen…
Der Todesengel war heute Morgen an deinem Bett und ich habe meinen Engel zu dir gesandt, dass er für dein Leben kämpft und ließ dich währenddessen schlafen.
Ich (demütig): Oh!
Dann habe ich zugelassen, dass dein Wagen nicht gestartet ist, weil ein betrunkener Autofahrer genau auf deiner Strecke unterwegs war und du ihm dann nicht begegnet bist, weil du später gefahren bist.
(schämte mich)
Die erste Person, die Ihr Sandwich heute gemacht hat, war krank und ich wollte nicht, dass du die Krankheit bekommst, die sie hatte. Ich wusste, du kannst es dir nicht leisten, krank zu werden und nicht zur Arbeit zu kommen.
(verlegen): Okay
Das Telefon war kaputt, weil die Person, die dich anrief, ein falsches Zeugnis abgeben würde über das, was du gesagt hättest. Und ich wollte einfach nicht, dass man deine Aussagen verfälscht. So habe ich erst gar nicht das Gespräch zustande kommen lassen.
(leise): Ich sehe, Gott.
Oh, und das Fußmassagegerät hatte einen technischen Fehler und hätte alle Sicherungen im Haus durchbrennen lassen. Ich dachte, du wolltest lieber nicht den ganzen Abend im Dunkeln sitzen.
Ich: Es tut mir Leid, Gott.
Es muss dir nicht leid tun – du musst nur lernen, mir zu vertrauen…in allen Dingen, ob sie nun gut laufen oder schlecht.
Ich werde dir vertrauen.
Und zweifle nicht, dass mein Plan für den Tag immer besser ist als dein Plan.
Ich will nicht zweifeln, Gott. Und lass mich noch sagen, Gott: Danke für alles heute!
Du bist willkommen, mein Kind. Es war nur ein weiterer Tag, dass ich dein Gott bin – und ich liebe es, nach meinen Kindern zu schauen!
(Verfasser unbekannt)
Ich glaube das passiert bei uns Christen immer wieder. Irgendetwas läuft nicht so wie wir es wollen und wir beschweren uns deswegen bei Gott. Wie oft fragen wir uns warum das so passiert ist. Ich denke der ein oder andere macht das schon manchmal. Aber einige machen das vielleicht gar nicht oder viel zu selten. Das Beispiel oben finde ich ziemlich gut, den oft steckt wahrscheinlich mehr dahinter als wir sehen können. Ich habe mal noch ein anderes Beispiel gehört: Wenn du in einem Brunnen sitzt, siehst du nur das kleine Stückchen Himmel über dir, aber Gott sieht das große ganze. Und es ist wirklich so. Gott hat alles im Blick und wir müssen lernen ihm zu vertrauen. Vielleicht hattest du genau heute einen schlechten Tag mit ein paar Situationen, die in deinen Augen unnötig erscheinen. Doch nimm dir einfach mal kurz Zeit und danke Gott für diesen Tag. Gott weiß ganz genau warum er etwas zulässt oder eben nicht.

Elisabeth

Ich habe vor kurzem von einer Freundin eine Karte bekommen auf der ein Spruch stand, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.

 

Gibt es Zufälle in deinem Leben?

Ja manches fällt dir zu,

von oben, von mir!

Das passiert nicht einfach so,

das ist ein Teil meines Plans

und Ausdruck meiner Liebe zu dir.

 

Ist das nicht eine völlig neue Sichtweise, den Begriff „Zufall“ zu betrachten?

„Zu“ und „Fall“, es fällt uns also wirklich zu, man kann Zufälle als Gabe Gottes betrachten, egal ob es für uns schlecht oder gut erscheint.

Wichtig ist dabei, dass man das Prinzip der Dankbarkeit einhält, denn sonst erscheinen uns schlechte Zufälle oft als Problem, rufen Unverständnis und Undankbarkeit hervor.

Gute Dinge nehmen wir stattdessen als selbstverständlich hin, betrachten es als selbst erarbeitet und lassen Gott dabei aus dem Spiel.

 

Wie kann man dies ändern oder einen Weg finden, Dankbarkeit zu üben?

In der Familie einer Freundin habe ich eine schöne Tradition beobachtet. Die gesamte Familie klebt immer wieder Post-it’s an den Badezimmerspiegel, auf denen man aufschreibt, wofür man Gott dankt, positive wie auch für negative Dinge. So kann jeder individuell für bestimmte Dinge Dankbarkeit ausüben und wird immer wieder an das Prinzip der Dankbarkeit für positive und negative „Zufälle“. Und das jeden Morgen.

Ich hab mir vorgenommen, es auch auszuprobieren und bin gespannt wie sich meine Sichtweisen auf manche Dinge ändern werden.

Und wie ihr es manchmal im Leben ist, wird aus einem zunächst „schlechten“ Zufall ein Segen für einen selbst und andere.

 

Laura